Jagdschloss Eulbach, Jagdschloss in Würzberg, Michelstadt, Deutschland
Das Jagdschloß Eulbach besteht aus zwei rechteckigen Bauten, die an der Ostseite durch einen schmalen Verbindungstrakt verbunden sind und einen nach Westen offenen Ehrenhof bilden. Der nördliche Jagdschlossbau trägt im Obergeschoss weiß gestrichene Holzschindeln, grüne Fensterläden, ein rotes verziertes Sims und einen sechseckigen Eckturm mit steiler Dachhaube. Der südliche Bau, ehemals Reitstall und Forsthaus, ist Fachwerk auf steinernem Sockel und wird von einem kleinen Glockenturm bekrönt.
Graf Franz I. zu Erbach-Erbach ließ 1771 in Eulbach ein einstöckiges Jagdhaus errichten, an der Stelle eines nach dem Dreißigjährigen Krieg wüst gefallenen Dorfes. Um 1800 wurde es um ein Fachwerkgeschoss aufgestockt und als Sommersitz der Familie genutzt. 1846 baute Graf Eberhard es zu einem Schlösschen mit Eckturmerkern im Holzstyle und quasigotischen Geschmack um; seither wohnt die Familie Erbach-Erbach dort.
Der Name Eulbach geht auf das 1357 urkundlich erwähnte Dorf Eylenbach zurück, das nach dem Dreißigjährigen Krieg wüst lag; nach 1650 entstand dort das gräfliche Hofgut. Das Schloss wird bis heute von der Familie Erbach-Erbach bewohnt, ist also nur von außen zu sehen, entlang der B47 und der Wege des Eulbacher Parks.
Das Schloss liegt an der B47 zwischen Michelstadt und Amorbach auf 510 m Höhe an der Passhöhe; das Gelände ist nicht öffentlich zugänglich, da die Familie Erbach-Erbach dort wohnt. Der Eulbacher Park und die Reste des Limes mit Wall und Turmfundamenten befinden sich im umliegenden Wald.
Im 18. Jahrhundert umfasste das Gelände einen riesigen Wildpark, der das Jagdvergnügen der Familie ermöglichte. Heute ist dieser Park stark geschrumpft, aber einige der ursprünglichen Waldgebiete prägen noch immer die Landschaft um das Schloss.
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