Kapuzinerkloster St. Sebastian, Augsburg, Neoromanisches Kloster und Kirche in Augsburg, Deutschland
Das Kapuzinerkloster St. Sebastian ist eine Klosteranlage mit Kirche in Augsburg, deren Bau zwischen 1906 und 1907 im Stil der Romanik-Renaissance erfolgte. Das Gebäude verfügt über drei Schiffe, einen zurückgesetzten Chor und einen Dachturm, die zusammen einen harmonischen Eindruck der Sakralarchitektur dieser Epoche vermitteln.
Eine frühere Kapelle an diesem Ort wurde von Elias Holl zwischen 1611 und 1612 erbaut, wurde aber 1632 während des Dreißigjährigen Krieges von schwedischen Truppen zerstört. Das heutige Klostergebäude entstand zwei Jahrhunderte später als Neubau an derselben Stelle.
Die Kapelle trägt den Namen des heiligen Sebastian, der in der christlichen Tradition als Beschützer gegen Pest und Krankheit verehrt wird. Besucher können in der Kirche ein lebensgroßes Madonnenwerk von Hans Degler sehen und die feierliche Atmosphäre während der slawisch-byzantinischen Gottesdienste erleben.
Die Kirche ist heute Heimat der Pfarrei St. Georg und der kroatischen Gemeinde, die monatlich Gottesdienste nach dem slawisch-byzantinischen Ritus hält. Besucher sollten beachten, dass die Klosteranlage von drei Seiten von Industriegebäuden der MAN-Fabrik umgeben ist und nur von der Sebastianstraße zugänglich ist.
Die Kirche beherbergt Reliquien des heiligen Wolfhard und des heiligen Lucius, die für Pilger und Gläubige von besonderem Interesse sind. Diese Heiligtümer machen den Ort zu einem religiösen Anziehungspunkt, der über die bloße architektonische Bedeutung hinausgeht.
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