St. Nicolai, Romanische Pfarrkirche in Mölln, Deutschland.
St. Nicolai ist eine Backsteinkirche auf dem Eichberg über der Möllner Altstadt, ursprünglich als spätromanische dreischiffige Pfeilerbasilika erbaut. Turm und Südschiff gehören der Backsteingotik an; der Turm geht in seiner heutigen Form auf das Jahr 1391 zurück und wird von einem barocken Dachreiter bekrönt. Im Inneren tragen schlanke Stützen Spitzbögen, die weiß verputzten Wände über den Arkaden zeigen Blumen- und Rankenmalerei, und ein großes Holzkreuz hängt von der Decke.
Der Bau begann Ende des 12. oder Anfang des 13. Jahrhunderts; der Chor war vermutlich um 1217 fertig, als der Bischof von Ratzeburg hier eine Synode abhielt. 1470/71 wurde das Südschiff gotisch erweitert, 1497 folgten die Taufkapelle und die zweigeschossige Sakristei. An der Nordseite entstand eine dem heiligen Jobst geweihte Kapelle. Die grundlegende Sanierung von 1896 beseitigte die Jobstkapelle und das Obergeschoss der Sakristei.
Die Kirche ist Ort für Gottesdienste und Konzerte und bleibt ein wichtiger Treffpunkt für die Gemeinde Mölln. Sie wird von vielen Besuchern genutzt, um an Veranstaltungen teilzunehmen oder um innezuhalten.
Die Kirche steht hoch über der mittelalterlichen Stadt auf dem Eichberg, nicht am Marktplatz. Besucher erreichen sie zu Fuß über die Gassen, die aus der Unterstadt hinaufführen; wegen des instabilen Untergrunds wurde der Turm mit einem Stützpfeiler versehen.
Der Turm in seiner heutigen Form von 1391 erhielt wegen des instabilen Untergrunds einen Stützpfeiler und wird von einem Dachreiter aus barocker Zeit bekrönt. Im Inneren stammt der mächtige bronzene siebenarmige Leuchter von 1436 vermutlich aus dem in der Reformation untergegangenen Birgittenkloster Marienwohlde; eine Inschrift am Fuß nennt seine Renovierung 1669 durch das Amt der Stecknitzfahrer.
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