Städtischer Friedhof Altglienicke, Städtischer Friedhof in Altglienicke, Berlin, Deutschland
Der Städtische Friedhof Altglienicke ist eine Begräbnisstätte in einem Berliner Stadtteil, die sich über ein großes Gelände erstreckt und verschiedene Arten von Gräbern und Denkmälern beherbergt. Die Anlage verfügt über gepflasterte Wege, Grünanlagen und ein Kapellengebäude, das sich durch südländische Architekturelemente auszeichnet.
Ab 1940 entstand auf dem Friedhof eine Urnen-Sammelstelle für mehr als 1370 Häftlinge aus Konzentrationslagern, Gegner des NS-Regimes, darunter mehrere Priester, und Opfer der Aktion T4; etwa ein Drittel stammte aus Polen. 1950 wurde ein Sammelgrab eingerichtet, 2021 bei diesem Urnenfeld eine Gedenkstätte mit einer L-förmigen Glaswand, die die Namen der Ermordeten nennt, teils 2020 von interessierten Menschen in eigener Handschrift festgehalten.
Der Friedhof war lange Zeit ein Ort der Trauer und des Gedenkens für viele Berliner Familien, und diese Rolle prägt seinen Charakter bis heute. Besucher finden hier stille Ecken, wo man die Geschichte der Stadt durch die Namen und Daten auf den Steinen ablesen kann.
Der Friedhof ist leicht zu Fuß zu erreichen und hat gekennzeichnete Wege, die eine einfache Orientierung ermöglichen. Die meisten Teile der Anlage sind für normale Besuche gut zugänglich, auch wenn einige Bereiche unebenes Gelände aufweisen können.
Die Leichenhalle birgt ein herausragendes technisches Denkmal: einen wasserhydraulischen Aufzug, der seit den 1930er Jahren außer Betrieb ist. Auch nach den jüngeren Renovierungsarbeiten gab der TÜV ihn nicht frei, sodass die Särge weiterhin vom Keller nach oben getragen werden müssen.
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