Tschamberhöhle, Schauhöhle in Rheinfelden, Deutschland
Die Tschamberhöhle ist eine Naturhöhle in Rheinfelden, die sich durch Kalksteinschichten erstreckt und sowohl unterirdische Bäche als auch Wasserfälle enthält. Besucher können auf markierten Wegen ein Teilstück des Systems erkunden, das insgesamt eine große Ausdehnung hat und verschiedene Höhlenmerkmale zeigt.
Der Eingang wurde 1839 erwähnt und 1859 als Tropfsteinhöhle bezeichnet. Beim Bau der Hochrheinbahn von Basel nach Singen 1854 erweitert, wurde er 1856 verschüttet; die Suche von 1876 bis 1879 blieb auch mit Bohrungen erfolglos, bis die Höhle wiederentdeckt wurde. Seit 1890 ist sie auf 560 Metern als Schauhöhle begehbar, 1966 kam elektrisches Licht. Bis 2018 betrieb der Schwarzwaldverein Karsau die Höhle, dann übernahm die WST Rheinfelden.
Der Name geht auf die angrenzenden Gewanne Schambachmatten oder Im Schampbach zurück, mundartlich zu „d' Schamper Höhli“ verschliffen; der Heimatforscher Rudolf Steiner zeigte, dass er nicht vom Personennamen Tschamber stammt. Seit 2018 führt die WST Rheinfelden mit der angegliederten Tourist-Information den Betrieb, zuvor lag er beim Schwarzwaldverein Karsau.
Der Besuch ist nur an bestimmten Tagen und Jahreszeiten möglich, daher sollte man sich vorher erkundigen und genug Zeit einplanen. Die Wege in der Höhle sind manchmal rutschig und eng, also sind festes Schuhwerk und eine Taschenlampe oder Helmlampe notwendig für einen sicheren Besuch.
Am Ende der zugänglichen Route befindet sich ein aktiver Wasserfall, der zeigt, wie das unterirdische Wassersystem die Höhle weiterhin verändert. Dieses Naturschauspiel verdeutlicht, dass die Höhlenbildung kein abgeschlossener Prozess ist, sondern sich noch heute fortsetzt.
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