Gymnasium Albertinum Coburg, Bildungsdenkmal in Coburg, Deutschland
Die Mädchenschule ist ein Schulgebäude in Coburg aus dem frühen 19. Jahrhundert mit symmetrisch angeordneten Fenstern und klassischen Merkmalen der bayerischen Bauweise. Das Gebäude zeigt die für diese Zeit typische, solide Konstruktion mit ausgewogenen Proportionen.
Die Schule geht auf den 11. November 1806 zurück, als Herzog Franz Friedrich Anton von Sachsen-Coburg-Saalfeld der privaten Schule Ehregott Wilhelm Gottlieb Bagges erlaubte, ein Lehrerseminar anzugliedern; die französische Intendantur hob es 1807 auf, doch Bagge erreichte noch im selben Jahr die Rücknahme. 1835 erhielt das Institut zur Erinnerung an die Konfirmation der Prinzen Ernst und Albert den Namen Ernst-Albert-Seminar. 1935 entstand aus der Seminarschule und dem Mädchenlyzeum Alexandrinenschule eine sechsjährige Deutsche Aufbauschule für Knaben und Mädchen unter Franz Heimberger.
Der Name der Schule erinnert an die Konfirmation der Prinzen Ernst und Albert im Jahr 1835; Albert wurde später Prinzgemahl der britischen Königin Victoria. Eine eigene Schülerverbindung, die Ernesto-Albertina, wurde am 12. Juni 1920 von Schülern mit Hilfe von Professor Karl Güntzel gegründet und ist keine offizielle Organisation der Schule. Im Gebäude steht zudem eine dreimanualige Orgel von Thomas Wolf, die am 25. Juli 2006 mit einem Konzert eingeweiht wurde.
Das Gebäude kann an bestimmten Öffnungstagen besichtigt werden, wobei Führungen über die Coburger Touristeninformation verfügbar sind. Es ist hilfreich, sich vorher zu informieren, um Öffnungszeiten und Zugänglichkeit zu klären.
Das Schulgebäude in der Unteren Anlage wurde 1901–1902 nach Plänen des Leipziger Architekten Alfred Ludwig für die Alexandrinenschule errichtet und am 18. August 1902 eingeweiht. Es ist eine viergeschossige Zweiflügelanlage; 1966 und 1981 kamen eine Turnhalle und Fachräume hinzu, 2006–2007 ein Anbau mit Multifunktionsraum.
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