Marienkapelle, katholische Wallfahrtskapelle auf dem Beselicher Kopf in Beselich, Deutschland
Die Kapelle Maria Hilf ist eine weiß verputzte katholische Wallfahrtskapelle auf dem 296 m hohen Beselicher Kopf. Ihr hoher Frontturm trägt einen steilen Schieferhelm mit zwei schmalen Rundbogenöffnungen; darunter sitzt eine eingetiefte Nische mit Kruzifix und zwei Begleitfiguren, und darunter ein kleiner Holzbalkon mit Balustrade über einem offenen Bogen im Erdgeschoss. An die Kapelle angebaut ist ein Satteldachhaus, die Küsterwohnung.
Der Ursprung der Kapelle geht auf den Franziskaner-Eremiten Leonhard (Georg Niederstraßen, geboren 1709) zurück, der 1763 neben dem ehemaligen Kloster Beselich ein Einsiedlerhäuschen baute. 1764 legte der Obertiefenbacher Pfarrer Johannes Schuld den Grundstein; das Gelände stellten der Fürst von Salm und der Graf von Westerloo, das Baumaterial schenkte die Gemeinde Obertiefenbach. Am 8. September 1767 wurde die Kapelle auf den Namen Maria Hilf und zu Ehren der Vierzehn Nothelfer gesegnet. Von 1815 bis 1848 waren Wallfahrten verboten.
Die Kapelle ist Maria Hilf und den Vierzehn Nothelfern geweiht und wurde am 8. September 1767 unter diesem Namen gesegnet. Seit 1877 gehören die sieben Bildstöcke am Stationsweg im Wald von Obertiefenbach zum Ensemble und erinnern nach Art einer Via matris an die Sieben Schmerzen Mariens. Die Prozessionen der umliegenden Pfarreien, teils mit Predigt von der Außenkanzel, werden bis heute gehalten.
Die Kapelle steht auf dem 296 m hohen Beselicher Kopf und ist über die Straßen zwischen Obertiefenbach und Schupbach sowie Niedertiefenbach und Schupbach erreichbar. Daneben liegen die denkmalgeschützte Klosterruine und der ehemalige Klosterhof. Die sieben Bildstöcke der Via matris stehen im Wald von Obertiefenbach am Stationsweg.
In den Turm ist eine große Außenkanzel für Predigten eingebaut, die bei Wallfahrten im Freien genutzt wurde. Der Eremit Georg Niederstraßen, Initiator der Kapelle, starb 1787; sein Grabstein ist an der Außenwand angebracht. Zahlreiche marmorne Votiv- und Danktafeln bedecken die Außenwände.
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