Villa Oppenheim, Neoklassizistische Villa in Heringsdorf, Deutschland.
Die Villa Oppenheim ist ein neoklassisches Herrenhaus in Heringsdorf auf der Insel Usedom direkt an der Strandpromenade. Das Gebäude besitzt eine weiße Fassade mit vier korinthischen Säulen und ist heute in einzelne Ferienwohnungen aufgeteilt.
Das Haus wurde 1883 für den Banker Benoît Oppenheim senior erbaut und durchlebte danach wechselvolle Zeiten. Es diente später als NSDAP-Zentrale und später als Gesundheitseinrichtung der Roten Armee, bevor es nach der deutschen Wiedervereinigung wieder in private Hände gelangte.
Lyonel Feininger nutzte die Villa zwischen 1908 und 1912 als Motiv für Aquarelle und Holzschnitte, während seiner Sommeraufenthalte auf Usedom. Das weiße neoklassizistische Gebäude mit vier korinthischen Säulen erscheint in mehreren dieser Arbeiten, die die Bäderarchitektur Heringsdorfs vor 1914 festhalten.
Der Zugang zur Villa erfolgt über die Strandpromenade von Heringsdorf, die gut zu Fuß erreichbar ist. Da das Gebäude heute in Ferienwohnungen genutzt wird, lässt sich die Architektur von außen am besten von der Uferseite aus betrachten.
Wer das weiße neoklassizistische Bauwerk mit vier korinthischen Säulen plante, ist nicht sicher überliefert; möglicherweise war es der Berliner Architekt Hermann von der Hude. Errichtet wurde die Villa 1883 als Sommervilla für die Familie des Bankiers Benoît Oppenheim sen. (1842–1931).
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