Grube Itzenplitz, Kohlebergwerk in Schiffweiler, Deutschland.
Die Itzenplitz-Zeche ist eine ehemalige Kohlegruppe in Schiffweiler mit zwei erhalten gebliebenen Fördergerüsten, einem historischen Maschinenhaus und einer doppelten Aufbereitungsanlage. Die Gebäude stehen auf einem Gelände, das heute teilweise als Wohn- und Geschäftsraum genutzt wird, während die ursprüngliche Architektur bewahrt bleibt.
Die Zeche entstand 1857 als preußischer Staatsbetrieb und wurde 1863 nach Graf Heinrich von Itzenplitz benannt. Sie schloß 1960 und markiert damit das Ende einer über hundert Jahre währenden Ära des Kohleabbaus an diesem Ort.
Die Bergbauanlage prägt noch heute das Bild der Region und zeigt, wie wichtig der Kohleabbau für die Entwicklung des Saarlandes war. Besucher können an den erhaltenen Bauwerken ablesen, wie die Menschen hier über viele Generationen gearbeitet und gelebt haben.
Das Gelände ist heute zugänglich, doch einige Bereiche sind in privatem Besitz oder dienen Wohnzwecken. Am besten erkundet man die gut sichtbaren Fördergerüste und das Maschinenhaus von außen, um die industrielle Architektur vollständig wahrzunehmen.
Im umliegenden Wald sind über 350 alte Fördergruben sichtbar, die sogenannten Pingen, welche Spuren des Bergbaus ab dem 15. Jahrhundert dokumentieren. Diese natürliche Strukturlandschaft zeigt, wie lange Menschen diesen Ort für Kohleabbau nutzten, bevor die moderne Zeche errichtet wurde.
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