Gruberhof, Freilichtmuseum in Groß-Umstadt, Deutschland
Der Gruberhof ist ein Freilichtmuseum auf einem traditionellen Bauernhof in Hessen mit mehreren erhaltenen Gebäuden. Das Anwesen umfasst ein Wohnhaus, Garten, Schmiede, Bäckerei und Arbeiterunterkünfte aus verschiedenen Epochen.
Die belegte Geschichte des Hofes beginnt mit dem Umstädter Scharfrichter Johann Schwert, der 1708 nach Gießen ging, ohne sein Erbrecht in Umstadt aufzugeben. Über die Frankfurter Henkerdynastie Klotz wurde das Anwesen weitervererbt, bis die männliche Linie 1908 ausstarb und es durch Heirat an die Familie Gruber überging, die bis Mitte der 1970er Jahre eine Schäferei mit mehreren Tausend Schafen besaß. Die Stadt kaufte den kompletten Hof zur Jahreswende 1986/1987 und weihte ihn an Ostern 1987 als Museum ein.
Der Name des Hofes erinnert an die Familie Gruber, die hier lange Zeit lebte und wirkte. Das Gelände zeigt, wie Menschen in dieser Region arbeiteten und alltägliche Dinge selbst herstellten.
Das Museum ist von Ostern bis Ende Oktober jeweils sonntags sowie zu bestimmten Veranstaltungsterminen geöffnet. Der Eintritt ist frei. Der Hof ist als Dreiseitenhof angelegt; die einzelnen Werkstätten betritt man getrennt vom Innenhof aus.
Das Museum beherbergt eine vollständig eingerichtete Apothekenausstellung aus den 1920er Jahren mit original erhaltenen Geräten und Fläschchen. Ausgrabungen auf dem Gelände führten zur Entdeckung eines fränkischen Kriegerskeletts, das nun ebenfalls gezeigt wird.
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