Sinntalhof, Historischer Kleinbetrieb in Bad Brückenau, Deutschland.
Der Sinntalhof ist ein ländliches Gehöft am südwestlichen Rand der Bayerischen Rhön, bestehend aus zwei Hauptgebäuden, dem Alten und dem Neuen Sinntalhof. Die Anlage vereint Wohn- und Wirtschaftsgebäude auf einem zusammenhängenden Grundstück in der Nähe von Bad Brückenau.
Moritz, staatlicher Brunnenverwalter in Bad Brückenau, erbaute den Sinntalhof 1821 als Alterssitz. 1893 brachte Amelie Moritz das Anwesen in ihre Ehe mit dem Bildhauer Sebastian Putz ein. Ein Zyklon beschädigte es 1910, worauf im selben Jahr der Neue Sinntalhof als Fremdenheim entstand; der Alte Sinntalhof wurde wiederhergestellt. Charlotte Putz übergab das Gut 1955 der Bruderhofgemeinschaft, die es nach Rechtsstreitigkeiten 1961 wieder aufgeben musste.
Der Name Sinntalhof leitet sich vom Sinn-Tal ab, das von einem gleichnamigen Bach geprägt wird, der durch die Rhön fließt. Wer das Anwesen besucht, kann sehen, wie die alten Gebäude in die sanft geschwungene Landschaft der Region eingebettet sind.
Das Anwesen liegt in einer hügeligen Landschaft der Rhön und ist gut mit dem Auto oder zu Fuß erreichbar. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da die Wege auf dem Gelände uneben sein können.
Nur von 1955 bis 1961 hielt die Bruderhofgemeinschaft das Gut; nach Rechtsstreitigkeiten musste sie die Gebäude wieder aufgeben. 1956 lebten dort 25 Mitglieder nach dem Prinzip der Gütergemeinschaft, mit Verbindungen nach Großbritannien, in die USA und nach Paraguay. Die Bildhauerin Charlotte Putz, jüngste Schwester von Ernst Putz, übergab den Sinntalhof 1955 und gehörte der Gemeinschaft selbst an.
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