Moorlose Kirche, Neugotische Kirche in Burglesum, Deutschland
Die Moorlose Kirche ist ein Kirchenbau aus rotbraunem Backstein mit einem steilen, dunkel gedeckten Dach über dem langen Schiff und einem quadratischen Turm im Westen, der von einer pyramidalen Spitze mit Wetterfahne bekrönt wird. Rundbogenfenster mit Backsteinrahmung gliedern das Schiff, das in einem Staffelgiebel endet; ein niedriger Backsteinvorbau verbindet Turm und Schiff.
Hier stand eine wohl vom Kloster Corvey im 13. Jahrhundert gegründete Kirche; im 14. Jahrhundert folgte ein gotischer Backsteinneubau mit kurzem Schiff, gedrungenem Turm und Chor von 1350. Als baufällig eingestuft, wurde sie 1845 abgerissen und 1846/47 durch die backsteinsichtige neugotische Saalkirche des Baumeisters Theodor Eggers ersetzt. Die Glocke von 1643 und sechs Wappenfensterscheiben des 18. Jahrhunderts wurden übernommen.
Der Name Moorlose Kirche stammt entweder von der Trennung der Gemeinde von Altenesch oder von den Entwässerungsgräben in Werderland, die Moorlöse genannt wurden. Diese Herkunft zeigt die Verbundenheit des Ortes mit der Landschaftsgeschichte der Region.
Die Kirche steht an der Mittelsbürener Landstraße 36 am Nordufer der Weser, direkt neben dem 1,3 ha großen Friedhof Mittelsbüren. Der Weg entlang der Lesum und der Weser von Bremen-Grohn oder Bremen-Burg führt an der Kirche am Rand des Naturschutzgebietes Werderland vorbei.
Die Kirche überstand die Zerstörung von Mittelsbüren in den 1950er Jahren, als das Dorf für den Bau des Klöckner-Stahlwerks Bremen abgerissen wurde. Diese Überlieferung macht sie zu einem seltenen Zeugnis der ursprünglichen Ortsbebauung.
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