Glückstädter Schloss, Renaissanceschloss in Glückstadt, Deutschland
Das Glückstädter Schloss war eine zweistöckige königliche Stadtresidenz in Glückstadt, ab 1629 für König Christian IV. nach Plänen von Willem van Steenwinckel errichtet. Es besaß zwei große Giebel an den Stirn- und zwei kleinere an den Längsseiten sowie einen behelmten Treppenturm zur Hofseite. Vom Bau ist nichts erhalten; nur das stark veränderte Provianthaus von 1705 steht noch auf dem Gelände zwischen Am Hafen und Am Proviantgraben.
Christian IV. von Dänemark steckte den Bauplatz am 29. August 1629 eigenhändig ab, und das Schloss wurde vermutlich 1631 als königliche Stadtresidenz in der 1617 gegründeten Planstadt Glückstadt vollendet. Der Baumeister Willem van Steenwinckel entwarf es im Stil der Nordischen Renaissance. Eine ungenügende Fundamentierung im feuchten Baugrund machte es baufällig, und 1708 wurde es unter Friedrich IV. abgetragen; ein Neubau wurde nicht begonnen.
Das Schloss war die Stadtresidenz des dänischen Königs in der 1617 gegründeten Planstadt, und die königliche Kanzlei für Schleswig-Holstein saß in Glückstadt; 1752 zog sie in das Wasmer-Palais, wo wieder eine Wohnung für Mitglieder des dänischen Königshauses eingerichtet wurde. Der Name Schloss Glücksburg, auch Glyksborg oder dänisch Lyksborg genannt, verband den Bau mit dem dänischen Königshaus.
Vom Schloss selbst ist nichts erhalten; das Gelände liegt am Glückstädter Hafen, ungefähr zwischen den heutigen Straßen Am Hafen und Am Proviantgraben. Erhalten ist nur das Provianthaus von 1705, das durch Umbauten des 19. und 20. Jahrhunderts stark verändert wurde und heute teilweise von einer Künstlerinitiative genutzt wird. Das Gebäude ist sanierungsbedürftig; für seinen Erhalt setzt sich der Verein Provianthaus in Glückstadt e. V. ein.
Das Schloss entstand im Auftrag Christians IV., der den Bauplatz am 29. August 1629 eigenhändig absteckte; zuvor wohnte der König bei Aufenthalten in Glückstadt im Königshof. Eine ungenügende Fundamentierung im feuchten Baugrund machte den Bau baufällig, 1708 wurde er unter Friedrich IV. abgetragen, ohne Neubau. Erhalten ist auf dem Gelände nur das Provianthaus von 1705, der Nachfolgebau eines Nebengebäudes von 1633.
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