Schloss Waldenbuch, Renaissance-Jagdschloss in Waldenbuch, Deutschland
Schloss Waldenbuch ist ein Renaissancebau mit rechteckigem Grundriss, Wendeltreppentürmen und Spitzbogenfenstern, die von einer früheren Kirche stammen. Das Schloss wurde über Jahrhunderte als Jagdschloss genutzt und beherbergt heute Ausstellungsräume, die sich dem Wohnen und der Alltagskultur widmen.
Das Schloss wurde erstmals 1381 erwähnt und erhielt seine heutige Renaissance-Form zwischen 1562 und 1566 unter Herzog Christoph. Herzog Friedrich I. führte Anfang des 17. Jahrhunderts bedeutende Erweiterungen durch.
Das Schloss beherbergt das Museum für Alltag, das sich Themen des ländlichen und städtischen Lebens widmet und einen Einblick in die Wohnkultur verschiedener Schichten bietet. Die Ausstellung zeigt, wie Menschen früher ihren Alltag gestalteten und welche Objekte dabei eine Rolle spielten.
Das Schloss selbst ist Privatwohnsitz und nicht zu besichtigen; zugänglich ist nur das darin untergebrachte Museum der Alltagskultur, das vom Landesmuseum Württemberg betrieben wird. Die Ausstellung umfasst 2500 m², für die man ausreichend Zeit einplanen sollte. Beschädigte Bauteile wurden 2021 restauriert.
Bei der letzten Hofjagd in Waldenbuch am 6. November 1812 wurden 233 Wildschweine, 297 Hirsche und 211 Rehe erlegt. Danach verlegten die Herzöge ihre Jagden ins Kloster Bebenhausen, und das Schloss diente später als Militärhospital und als Gefängnis.
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