Schloss Kunreuth, Schloss in Kunreuth, Deutschland
Das Schloss in Kunreuth ist eine Steinburg an der Nordwestseite des Dorfes mit rechteckigen Flügeln und Resten eines früheren Wassergrabens. Die Struktur zeigt typische Merkmale des Burgenbaus aus mehreren Perioden, da Teile nach Zerstörungen wieder aufgebaut wurden.
Das Schloss wurde 1409 erstmals erwähnt und diente als Lehen des Hochstifts Bamberg. Nach Zerstörungen in den Jahren 1525 und 1553 erfolgte jeweils ein Wiederaufbau, der die heutige Form prägte.
Ab 1558 wurde die Anlage als Ganerbenburg des egloffsteinischen Gesamtgeschlechts wieder aufgebaut, also als gemeinsamer Besitz aller Linien, was die Nutzung durch mehrere Zweige zugleich erklärt. Die Grafen und Freiherren von und zu Egloffstein sind noch heute Eigentümer; das Schloss beherbergte ihr Familienarchiv und dient jetzt als Wohnungen und Büros.
Das Schloss befindet sich in Privatbesitz der Familie Egloffstein und ist nicht frei zugänglich. Wer das Anwesen besichtigen möchte, sollte sich vorher nach Möglichkeiten erkunden, da nur gelegentliche Führungen angeboten werden.
Das Denkmal im Vorhof erinnert an Graf Albert Dietrich Gottfried von Egloffstein, den ersten Grafen des Hauses Egloffstein. Die Familie besitzt das Schloss bis heute und bewahrte dort lange ihr Familienarchiv auf; heute enthält das Gebäude Wohnungen und Büros.
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