Göltzschtalbrücke, Steinbogenbrücke in Reichenbach im Vogtland, Deutschland
Die Göltzschtalbrücke ist eine 364 m lange Straßenbrücke der Autobahn A 72, die das Tal der Göltzsch bei Weißensand überspannt. Die Konstruktion ist ein Bogentragwerk aus Natursteinmauerwerk mit fünf Bögen von 50,5 m lichter Weite, getragen von Pfeilern mit 62 m Abstand. Die Brücke erreicht eine maximale Höhe von 35 m und enthält im Inneren Verfüllbeton.
Die Brücke entstand von Oktober 1937 bis Dezember 1938 im Zuge der Vogtlandautobahn, geplant für vier Spuren, wegen Arbeiter- und Materialmangel im Krieg aber nur zweispurig ausgeführt. Im April 1945 sprengten zurückweichende deutsche Soldaten das Bauwerk; der Wiederaufbau in der Sowjetischen Besatzungszone endete im Oktober 1948. Von 1992 bis 1994 wurde sie grundlegend saniert und auf vier Fahrspuren plus zwei Standstreifen verbreitert.
Die Brücke bei Weißensand gab Auguste Lazars Buch „Die Brücke von Weißensand“ von 1965 den Titel; es erzählt, wie Einwohner Anfang März 1945 zwei Frauen aus einem vorbeifahrenden Häftlingstransport des KZ Groß-Rosen retteten. Zu DDR-Zeiten durfte die Brücke noch von Fußgängern überquert werden.
Das Bauwerk ist von der B173-Straße zwischen Reichenbach und Plauen leicht zu erreichen, mit Parkplätzen und Aussichtspunkten in der Nähe. Die beste Aussicht erhalten Besucher von verschiedenen Blickwinkeln im Tal unterhalb und von Wegen, die an den Ufern des Göltzsch-Flusses entlangführen.
Die fünf Bögen der Brücke haben lichte Weiten von 50,5 m und Pfeilerabstände von 62 m, bei einer maximalen Höhe von 35 m. In der DDR-Zeit, vor dem Ausbau der A 72, konnten Fußgänger die Brücke überqueren. Die Autorin Auguste Lazar benannte ihre Erzählung von 1965 „Die Brücke von Weißensand“ nach dem Bauwerk.
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