St. Martinus, Mittelalterliche Kirche in Dom-Esch, Euskirchen, Deutschland
St. Martinus ist eine einschiffige mittelalterliche Kirche in Dom-Esch, einem Stadtteil von Euskirchen. Das Schiff ist 6,30 Meter breit und 19 Meter lang, im Westen steht der Turm, im Osten der Chor mit 5/8-Schluss. Spitzbogenfenster belichten das dreijochige Schiff mit Holzgewölbe, während der Chor ein steinernes Kreuzrippengewölbe besitzt.
St. Martinus entstand aus der Kapelle eines befestigten Hofgutes, das 1273 an das Kölner Domkapitel verkauft wurde und bis zur Säkularisation 1803 in dessen Besitz blieb. Im 14. Jahrhundert ließ das Domkapitel wahrscheinlich Haupt- und Nebenchor erweitern. Als die Kirche im 16. Jahrhundert baufällig geworden war, wurden möglicherweise die Seitenschiffe abgebrochen und mit dem Steinmaterial die Arkaden zugemauert; an der Nordwand entstanden Strebepfeiler, an der Südwand eine Sakristei.
Der Name der Kirche stammt von ihrer mittelalterlichen Weihe an den heiligen Martin; der Hauptaltar birgt eine Figur des Heiligen unter dem Wappen des Kölner Domkapitels. Die alten Glocken tragen Heiligennamen: St. Maria von 1414, St. Martinus von 1429 und St. Johannes von 1517.
Der Innenraum der Kirche ist zugänglich für Besucher, besonders während religiöser Dienste und an offenen Tagen. Beachte die Öffnungszeiten und Veranstaltungskalender der Gemeinde vor deinem Besuch.
Die Lichtscharten im Turmuntergeschoss wurden 1935 für zwei figürliche Fenster von Friedrich Lauten vergrößert, bei einer Turmsanierung wieder zugemauert und mit abstrakter Glasmalerei versehen; Paul Weigmann schuf 1992 über der Sakristeitür ein neues Martinsfenster.
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