Gut Seestermühe, Herrenhaus in Seestermühe, Deutschland.
Gut Seestermühe ist ein Herrenhaus in Seestermühe, Schleswig-Holstein. Der eingeschossige, neunachsige Bau hat einen zur Lindenallee ausgerichteten Mittelrisalit, einen Balkon mit schwarzem Metallgeländer über dem Haupteingang und ein rot-oranges Ziegeldach mit einem kleinen quadratischen Feld im Giebel. Zu den Nebengebäuden zählen ein achteckiger Backstein-Teepavillon mit Kuppeldach und ein Backsteinmausoleum der Familie.
Das Gut wurde erstmals 1141 urkundlich erwähnt, als es unter der Kontrolle des Bremer Erzbischofs Adalbert stand. Nach mehreren Besitzerwechseln gelangte es 1494 an die Familie von Ahlefeldt, die es als Familiensitz einrichtete.
Die lange Lindenallee, die in vier Reihen auf das Herrenhaus zuführt, folgt dem Vorbild französischer Gartengestaltung und prägt noch heute das Erscheinungsbild des Guts. Wer entlangläuft, bekommt einen Eindruck davon, wie solche Anlagen einst den Besucher gezielt auf das Hauptgebäude hinleiten sollten.
Das Gut liegt in der ländlichen Gemeinde Seestermühe und ist von dort bequem zu Fuß erreichbar. Wer sich etwas Zeit nimmt, kann die Wege durch den Park und an den Nebengebäuden vorbei in Ruhe erkunden.
Das Glockenhaus ist ein Backsteinbau mit Satteldach und einem Dachreiter für Turmuhr und Glocke und dient als Wirtschaftsgebäude des Gutes. Es brannte 1900 ab und wurde in der heutigen Form wieder aufgebaut, 1958 dann umgestaltet, unter anderem als Lager für Kernobst. Von einer originalgetreuen Kopie des Vorgängerbaus berichten die Quellen nicht.
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