Gut Wotersen, Barockgut in Roseburg, Deutschland.
Gut Wotersen ist ein barockes Herrenhaus in Roseburg mit symmetrischer Architektur, detaillierten Steinmetzarbeiten, großen Fenstern und einem verziert gestalteten Eingang. Das Anwesen umfasst auch landwirtschaftliche Gebäude und wird bis heute aktiv als Gutsbetrieb bewirtschaftet.
Ein Dorf namens Wotersen wurde erstmals 1230 erwähnt. Das Gut ging 1408 von der Familie von Schack an die Familie von Dalldorf über und wurde 1717 von dem hannoverschen Minister Andreas Gottlieb von Bernstorff erworben, der ab 1720 durch Johann Caspar Borchmann eine neue Gutsanlage errichten ließ. Sein Enkel Johann Hartwig Ernst von Bernstorff ließ sie bis 1765 durch Johann Paul Heumann umbauen. Die Bernstorffs behielten das Gut bis 1996.
Der Name Wotersen erscheint erstmals 1230 im Ratzeburger Zehntregister, und das Gut blieb bis 1996 im Besitz der Familie Bernstorff. In der Reithalle finden Konzerte im Rahmen des Schleswig-Holstein Musikfestivals statt, die Hallen können für private Veranstaltungen angemietet werden. Die Außenaufnahmen der von 1987 bis 1990 im ZDF ausgestrahlten Serie Das Erbe der Guldenburgs entstanden hier.
Das Herrenhaus selbst ist nicht zugänglich; Hof und Hallen dienen Veranstaltungen, etwa Konzerten in der Reithalle im Rahmen des Schleswig-Holstein Musikfestivals, und können für private Feiern gemietet werden. Das Gut liegt in Roseburg, erreichbar über die A24 an den Ausfahrten Talkau und Hornbek, mit einer Buslinie in Roseburg nach Mölln und Büchen. Die Fernwanderwege E1 und E9 führen am Gut vorbei.
Das Anwesen wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts von einem französischen Formalpark in einen englischen Landschaftspark umgestaltet. Diese Transformation zeigt sich heute noch in der großzügigen Gestaltung der Grünanlagen rund um das Herrenhaus.
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