Gutenhalde, Kulturdenkmal in Filderstadt, Deutschland.
Die Gutenhalde ist ein Gutshof südlich von Bonlanden in Filderstadt, den der Architekt Paul Heim von etwa 1945 bis 1949 in Form eines niederdeutschen Bauernhofes gestaltete. Die Gebäude liegen versetzt am Hang: die Waldorfschule auf der Hügelkuppe am Waldrand, der Gutshof auf halber Höhe in den Wiesen. Strohdächer wurden wegen Brandgefahr durch Ziegeldächer ersetzt; die Pferdeställe waren gekachelt, die Schweine- und Kuhställe aus Eichenholz.
Der Unternehmer Willy Bürkle kaufte das Gelände 1941 und ließ Wohnhäuser sowie Werkstätten errichten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es in ein Dorf für Kinder umgewandelt und später zu einem Ort für Bildung und therapeutische Betreuung.
Die Herkunft des Namens Gutenhalde erklären die Quellen nicht; belegt ist die spätere Nutzung: Von 1954 bis 1988 bestand hier ein Kinderdorf, danach übernahm eine Waldorfschule die einstige Keramikwerkstatt, und eine sozialtherapeutische Gemeinschaft zog ins Kinderdorf und pachtete später auch den Gutshof. Eine Sandsteinvase aus Bürkles Park steht heute vor dem Heimatmuseum.
Der Ort liegt auf einem sanften Hang, auf dem es verschiedene Wege gibt, um die einzelnen Gebäude zu erreichen. Die Gebäude sind über das Gelände verteilt, weshalb sich ein Spaziergang lohnt, um alles zu sehen.
In der Keramikwerkstatt arbeiteten zeitweise bis zu hundert Beschäftigte; sie bestand bis 1958, also noch lange nach Willy Bürkles Konkurs 1949. Danach übernahm eine Waldorfschule die Räume und nutzt die einstigen Werkstattgebäude auf der Hügelkuppe am Waldrand bis heute.
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