Mariä Himmelfahrt, Katholische Pfarrkirche in Aichach, Deutschland.
Mariä Himmelfahrt ist die katholische Stadtpfarrkirche von Aichach, 1153 erstmals urkundlich erwähnt und um 1450 in ihre heutige Form umgebaut, wobei alle drei Schiffe erhöht und sechs Fenster in den Hochwänden des Mittelschiffs zugemauert wurden. 1709 und 1777 kamen zwei kleine Kapellen an das südliche Seitenschiff. 1906–08 ließ der Münchner Architekt Richard Berndl den Innenraum violett streichen und mit elektrischen Beleuchtungskörpern ausstatten.
Eine Kirche in Aichach wurde am 17. September 1153 erstmals urkundlich erwähnt und 1210 von Herzog Ludwig dem Kelheimer an den Deutschen Orden übergeben. Um 1450 wurde das romanische Langhaus in die heutige Form umgebaut, alle drei Schiffe erhöht und sechs Fenster in den Hochwänden zugemauert. 1709 und 1777 entstanden zwei kleine Kapellen am südlichen Seitenschiff, 1771 folgte die Barockisierung des Inneren.
Der Hochaltar ist eine vereinfachte Kopie des Hochaltars von Egid Quirin Asam in Osterhofen und wurde vom Schrobenhausener Kirchenschreiner Johann Anton Wiest errichtet. Das Fenster mit Anna Selbdritt entstand zu Beginn des 16. Jahrhunderts, die Kreuzwegstationen aus Sandstein schuf um 1908 der Bildhauer Georg Busch.
Die Klais-Orgel von 1989 hat 42 Register und 2773 Pfeifen, davon 2531 aus Zinn und 242 aus Holz, in einem wiederverwendeten Jugendstilgehäuse von 1908; 2020 wurde sie generalsaniert. Da die Kirche aktive Stadtpfarrkirche ist, bietet sich ein Besuch außerhalb der Gottesdienste an. Seit März 2020 sind die Glocken 3–6 aus statischen Gründen stillgelegt, es läuten nur die beiden kleinsten.
Das Kirchengebäude beherbergt eine Kreuzwegstationen-Serie im Jugendstil-Design von Georg Busch, die 2017 einer umfangreichen Restaurierung unterzogen wurde. Diese künstlerische Serie stellt eine weniger bekannte Schicht des visuellen Erbes dar, die Besuchern oft entgeht.
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