HICOG-Siedlung Plittersdorf, Wohnsiedlung in Plittersdorf, Bad Godesberg, Deutschland
Die HICOG-Siedlung Plittersdorf ist eine Wohnsiedlung in Bad Godesberg mit Gebäuden, die sich über mehrere Straßen wie Kennedyallee, Kolumbusring und Steubenring verteilen. Die dreistöckigen Wohnhäuser enthalten insgesamt etwa 458 Wohneinheiten, ergänzt durch eine Kirche, Schule, Kindergarten, Sportanlagen und ein Einkaufszentrum.
Die Siedlung wurde 1951 für das Personal des Hohen Kommissars der USA in Deutschland errichtet und markierte die Verlagerung der amerikanischen Verwaltung von Frankfurt nach Bonn. Dieses Projekt war Teil der amerikanischen Präsenz in der Nachkriegszeit und formte die städtische Entwicklung von Bad Godesberg erheblich.
Die Siedlung spiegelt amerikanische Planungsprinzipien wider, die sich in breiten Betonstraßen und gemeinschaftlichen Einrichtungen zeigen. Diese Gestaltung sollte demokratische Werte in der Nachkriegszeit verkörpern und unterschied sich deutlich von deutschen Wohnsiedlungen der gleichen Zeit.
Die Siedlung ist leicht zu Fuß erkundbar und bietet breite, gut organisierte Straßen, die zur Orientierung helfen. Besucher finden hier verschiedene Einrichtungen vor Ort, sodass die Erkundung des gesamten Komplexes ohne zusätzliche Wege möglich ist.
Ein Team aus fünf renommierten Architekten entwarf die Siedlung in Zusammenarbeit, ein damals ungewöhnlicher Ansatz für ein so großes Wohnprojekt. Das Ensemble erhielt 2000 den Status eines geschützten Denkmals und wird heute als bedeutendes Beispiel der deutsch-amerikanischen Nachkriegsarchitektur anerkannt.
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