Haus in der Sonne, Kulturdenkmal mit Fachwerkstruktur in Radebeul, Deutschland.
Haus in der Sonne ist ein Fachwerkhaus in Radebeul, einer Stadt westlich von Dresden, das mit sichtbaren Holzbalken und hellen Gefachen die typische Bauweise der Region zeigt. Die Holzkonstruktion ist von außen gut erkennbar und gibt einen direkten Eindruck traditioneller Zimmermannsarbeit.
Der kursächsische Münzfaktor Georg Christian Städter ließ das barocke Weinberghaus 1770 auf dem Kröberischen Weinberg vom Hoflößnitzer Maurermeister Heerklotz und dem Königsteiner Zimmermeister Gottschalk errichten. Ab 1790 wurden die Gebäude mehrfach erweitert; in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts besaß der Kaufmann Friedrich Zembsch das Anwesen und nannte es Friedrichsburg. Nach der Reblauskatastrophe Mitte der 1880er Jahre wurde das Haus um 1900 in fünf Wohnungen aufgeteilt, 1917 erwarb es der Architekt Martin Hammitzsch.
Der Name „Haus in der Sonne“ stammt vom Architekten Martin Hammitzsch, der ihn um 1920/1921 wegen der exponierten Südlage vergab. In die Fassade sind Reliefs mit landwirtschaftlichen Motiven sowie zwei Putten eingelassen, die das Haus und einen Geldbeutel wiegen. Über dem Nordeingang steht der Spruch non mihi sed posteris, „nicht für mich, sondern für die Nachkommen“.
Das Haus ist von außen gut sichtbar und lässt sich am besten bei Tageslicht besichtigen, wenn die Holzstruktur deutlich zu erkennen ist. Es empfiehlt sich, zu Fuß durch die Umgebung zu schlendern, um auch die anderen historischen Gebäude in der Nachbarschaft zu entdecken.
Der Name des Hauses, was übersetzt Haus in der Sonne bedeutet, deutet auf seine Lage hin: Es liegt an einem Hang, der den größten Teil des Tages Sonne empfängt. Solche exponierten Lagen wurden in Radebeul traditionell für den Weinbau genutzt, was dem Haus seinen besonderen Standort erklärt.
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