St. Johannes, katholische Pfarrkirche in Oelde, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
St. Johannes der Täufer ist eine Hallenkirche in Oelde: Eine Saalkirche von zwei Jochen wurde 1725 bis 1736 durch Seitenschiffe erweitert und 1863 bis 1869 unter Diözesanbaumeister Emil von Manger um drei Joche nach Westen verlängert. Der westlich vorgesetzte Turm, das Wahrzeichen der Stadt, besitzt keinen Helm; zwischen seinen beiden Türen steht eine Figur des Kirchenpatrons. Der Chor schließt im 5/8 und ist rippengewölbt, das Langhaus trägt Kreuzgratgewölbe.
1188 wurde hier eine Pfarre urkundlich erwähnt, eine der Urpfarreien des Bistums Münster. Der Vorgängerbau von 1457 wurde bis auf den Westturm und die südliche Sakristei zerstört; es folgte eine zweijochige Saalkirche mit 5/8-Chor. Von 1725 bis 1736 wurden Seitenschiffe angefügt, und Diözesanbaumeister Emil von Manger verlängerte das Langhaus von 1863 bis 1869 um drei Joche nach Westen und bekrönte den neuen Westturm mit einem Fialenkranz.
Bis 1652 war Columba Hauptpatronin der Kirche, und eine im Turm hängende Glocke ist ihr noch geweiht; danach wurde Johannes der Täufer Patron. In der nordöstlich angebauten Columba-Kapelle steht eine um 1500 von einem unbekannten Künstler geschnitzte Anna-selbdritt-Statue, vermutlich von einem Seitenaltar, den Jasper von Oer und seine Frau um 1491 stifteten.
Die Kirche steht inmitten des ehemaligen Friedhofs von Oelde, auf dem bis 1819 bestattet wurde. Der Westturm, das Wahrzeichen der Stadt, ist der Kirche vorgesetzt und besitzt keinen Helm; seine Westfassade gliedert ein großes Portal, zwischen dessen beiden Türen eine Figur des Kirchenpatrons steht. Die Columba-Kapelle liegt in einem Anbau an der Nordostseite.
Der Turm ohne Helm ist das Wahrzeichen der Stadt; zwischen den beiden Türen des Westportals steht eine Figur des Kirchenpatrons. Im Inneren trägt das Sakramentshaus aus Baumberger Sandstein die Jahreszahl 1491 in indischen Ziffern und wird von einem Pelikan bekrönt.
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