Hauptfriedhof Hochheimer Höhe, Denkmalgeschützter Friedhof in Worms, Deutschland.
Der Hauptfriedhof Worms ist eine nord-süd orientierte, langrechteckige bewaldete Parkanlage. Der Hauptzugang an der Südwestecke umfasst eine kapellenförmige Aussegnungshalle, eine Leichenhalle und Verwaltungsgebäude aus neoromanischem Sandstein. Die ursprüngliche Anlage Metzlers wird von einem hufeisenförmigen Hauptweg eingefasst, an die sich nach Norden drei Achsen Thierolfs anschließen; im Nordosten liegt das muslimische Gräberfeld.
Der Friedhof wurde zwischen 1899 und 1902 angelegt, nachdem Worms 1898 kurz nach der Eingemeindung Hochheims beschlossen hatte, den hochwassergefährdeten Rheingewannfriedhof zu ersetzen. Karl Hofmann und dann Georg Metzler planten den Parkfriedhof, der am 22. März 1902 eröffnet wurde. 1911 kam östlich ein neuer jüdischer Friedhof hinzu, die letzte Erweiterung von 2009 schuf ein muslimisches Gräberfeld.
Der Friedhof zeigt Grabmäler mit hebräischen Inschriften, die das Leben von Bewohnern jüdischen Glaubens dokumentieren. Diese Denkmäler erzählen Geschichten von Menschen aus verschiedenen Zeiten und prägen das Erscheinungsbild des Ortes heute.
Der Hauptzugang mit Aussegnungshalle und Verwaltungsgebäuden liegt an der Südwestecke; die Anlage erstreckt sich nach Norden als langrechteckiger bewaldeter Park. Die ursprüngliche Anlage Metzlers wird hufeisenförmig von einem Hauptweg eingefasst, nach Norden schließen drei Achsen an, östlich davon liegen die jüngeren Erweiterungen. Die 1901 an der Höhenstraße gepflanzte Lindenallee ist als Naturdenkmal geschützt.
Das spätgotische Friedhofskreuz von 1493, geschaffen von Meister Thomas, wurde 1909 vom Bahnhoffriedhof hierher versetzt; ursprünglich stand es auf dem Amandus-Friedhof nahe der Liebfrauenkirche. Der geschwungene Körper Christi mit wallendem Haar und flatterndem Lendenschurz zeigt den Einfluss von Niclas Gerhaert van Leyden.
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