Schottenkloster Eichstätt, Kapuzinerkloster in Eichstätt, Deutschland
Das Kapuzinerkloster Eichstätt ist ein Kirchengebäude mit Klosteranlage in der Stadt Eichstätt. Das Ensemble zeigt eine Spätgotische Eichentür am inneren Portal, mehrere barocke Kapellen entlang des Weges und ein auffälliges Kreuz auf dem Gelände.
Irische Benediktiner, „Schottenmönche“ genannt, gründeten östlich der Stadtmauern eine Propstei mit Hospital; urkundlich erwähnt wurde sie 1166, als Dompropst Walbrun von Rieshofen einen Nachbau des Heiligen Grabes errichten ließ und 1194 eine Rundkirche geweiht wurde. Nach dem Niedergang hob Papst Sixtus IV. das Kloster 1483 auf. Fürstbischof Johann Christoph von Westerstetten berief 1623 die Kapuziner und ließ bis 1626 ihre Kirche bauen; 1806 wurde das Kloster aufgehoben, 1826 als Studienkloster wieder zugelassen und 2009 aufgelöst. Seit 2012 leben hier Passionisten.
Der Name „Schotten“ geht auf irische Mönche zurück, die im Mittelalter als Schotten galten; sie siedelten östlich der Mauern und betrieben ein Hospital für Pilger aus ihrer Heimat. Seit 2012 leben hier Passionisten, nachdem der Kapuzinerkonvent 2009 aufgelöst wurde. In der östlichen Seitenkapelle der Kirche steht das romanische Heilige Grab, ein 4,10 Meter hoher Steinbau nach dem Vorbild Jerusalems.
Das Kloster ist montags bis samstags zwischen 6 Uhr morgens und 18 Uhr für Besucher zugänglich, im Sommer verlängert sich die Öffnung bis 20 Uhr. Besucher sollten beachten, dass dies ein aktives Kloster ist und die Öffnungszeiten je nach monastischen Aktivitäten variieren können.
Die romanische Heilig-Grab-Kapelle in der Kirche ist die einzige gut erhaltene aus der Zeit der Romanik. Der 4,10 Meter hohe Quaderbau gibt das Jerusalemer Vorbild nicht nur in den Proportionen, sondern auch in den Originalmaßen wieder; eine 80 cm hohe Steinbank mit drei runden Frontlöchern erlaubt den Blick in die hohle, leere Grabbank.
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