St. Maria von den Engeln, Gotische Kirche in Brühl, Deutschland
St. Maria von den Engeln ist eine einschiffige gotische Kirche neben Schloss Augustusburg in Brühl, ab 1491 erbaut und im Dezember 1493 geweiht. Das Schiff war 148 preußische Fuß lang, 28,5 Fuß breit und 43 Fuß bis zum Gewölbe hoch, mit kleinem Dachreiter; die Südseite blieb fensterlos, weil sie an das Franziskanerkloster anschloss. Der Eingang ist ein Portal aus rustizierten Steinquadern mit skulptiertem Schlussstein und geschwungenem Giebel, die Türen aus grünem Metall sind dicht mit runden Buckeln besetzt.
Der Grundstein wurde 1491 unter Erzbischof und Kurfürst Hermann IV. von Hessen gelegt, die Weihe der Kirche erfolgte im Dezember 1493. Bis zum 2. August 1802 diente sie den Franziskaner-Observanten, dann wurde dort die letzte Messe vor der Säkularisation gefeiert. Eine Luftmine zerstörte 1944 große Teile des Baus; ab 1949 lief der Wiederaufbau, im Dezember 1953 wurde die Kirche wiedereröffnet.
Der Name stammt von der Gründungskirche der Franziskaner, Santa Maria degli Angeli, in Assisi. Die letzte Messe wurde am 2. August 1802, dem Portiunculafest, gefeiert, bevor die 14 Patres und sechs Brüder des Konvents aufgelöst wurden. 1807 wurde die Kirche der Pfarrgemeinde Brühl als Nebenkirche geschenkt.
Die Kirche liegt unmittelbar neben Schloss Augustusburg, dessen Besichtigungen die Besucher anziehen; die Seitentür zum ehemaligen Kloster wurde 1863 zugemauert, der Zugang führt über das 1755 aus Königswinterer Gestein errichtete Westportal. Das Schiff wurde Ende 1944 von einer Luftmine durchbrochen und bis Dezember 1953 wiederhergestellt, der Innenraum ist daher weitgehend Nachkriegsarbeit.
Eine Tür hinter dem Hochaltar führte durch einen Gang in das Schloss des Fürstbischofs; der Franziskaner-Provinzial erlaubte sie nur dem Erzbischof und seinen Nachfolgern. Die 1633 über dem Westeingang eingebaute Orgel zeigte den harfespielenden König David, gesäumt von musizierenden Engeln.
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