Haus Alst, Mittelalterlicher Burgmannshof in Horstmar, Deutschland.
Haus Alst ist ein Burgmannshof, ein Wohnkomplex des Mittelalters mit Renaissancemerkmalen in Horstmar, Nordrhein-Westfalen. Das denkmalgeschützte Gebäudeensemble besteht aus mehreren Bauten, die die Struktur eines befestigten Landguts zeigen.
Haus Alst wird erstmals in einer Urkunde von 1217 erwähnt und gehörte dem Stift Vreden, weshalb die Besitzer häufig wechselten. 1282 erscheinen Sueder von Alstedde und sein Sohn Dietrich als erste bekannte Besitzer; im 14. Jahrhundert wurde das Haus mehrmals als Ministerialensitz der Abtei Vreden bezeichnet. 1569 ging es durch Erbschaft an die Herren von Westerholt, die es 1624/25 auf den alten Grundmauern neu errichteten und ihm damit das heutige Aussehen gaben.
Der Hof zeigt, wie wohlhabende Familien im Mittelalter lebten und welche Rolle sie in der Verwaltung ihrer Gegend spielten. Die Gebäude vermitteln ein Bild von Macht und Verantwortung in jener Zeit.
Der Ort befindet sich in der Region Münster und ist mit lokalen Verkehrsmitteln erreichbar. Besucher sollten beachten, dass das Gebäude ein geschütztes Denkmal ist und möglicherweise nicht überall frei zugänglich ist.
Die Mauern zeigen die „Specklagentechnik“: Streifen aus hellrotem Ziegel und weiß-gelblichem Sandstein wechseln sich ab, ein in Westfalen seltener Zug der niederländischen Renaissance; nur der Merfelder Hof in Horstmar und Haus Hameren in Billerbeck weisen dasselbe System auf. Vorbild war wohl das Rathaus in Bocholt.
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