Haus Blessenohl, Architektonisches Kulturdenkmal in Eslohe, Deutschland.
Haus Blessenohl liegt knapp zwei Kilometer nördlich von Eslohe-Wenholthausen an der Landesstraße 541 und zeigt typische Merkmale von Herrensitzen der Region. Das Gebäudeensemble verbindet bauliche Elemente verschiedener Epochen zu einem harmonischen Ganzen.
Das Anwesen wurde 1425 erstmals urkundlich erwähnt und war damals in Besitz der Familie von Beringhausen. Zwischen 1741 und 1742 erfuhr es eine grundlegende Umwandlung von einem Bauernhof zu einem Herrensitz.
Nach 1933 besetzten die Nationalsozialisten das Gut und nutzten es als vormilitärisches Jugendbildungslager. Gegen 1952 übernahmen Nonnen den Besitz und richteten ein kirchliches Altersheim ein; von 1986 bis 2005 nutzte der Landschaftsverband das Gut als Jugendheim. 2009 kam es wieder in Privatbesitz.
Das Gelände ist über die Landesstraße 541 leicht erreichbar und liegt in einer ruhigen ländlichen Umgebung. Besucher sollten sich bewusst sein, dass es sich um ein privates Anwesen handelt, das von der Straße aus zu sehen ist.
Josef Anton von Schade plante 1749, sein Gut Blessenohl in eine Kommende des Johanniterordens umzuwandeln; der Plan wurde jedoch nie ausgeführt. Bis zum Verkauf am 2. Februar 1817 blieb das Gut im Besitz der Familie.
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