Haus Blumenthal, Wasserburg in Brachelen, Deutschland.
Haus Blumenthal ist der Rest einer ehemals rechteckigen Wasserburg am Ortseingang von Brachelen. An der Nordwestseite steht ein Teil des zweigeschossigen Herrenhauses mit in Haustein gefassten Fenstern aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Angrenzend in der Nordostecke befindet sich der zweigeschossige Saalbau von 1658, dessen große Fenster steinerne Gewände mit Flachgiebeln und Pinienzapfen besitzen. Ein kleines korbbogiges Portal mit giebelförmigem Aufsatz gewährt Zugang zum Saalbau.
Das Schloss wurde erstmals 1452 unter Karl von Honseler dokumentiert und kam 1542 an Johann von Blumenthal, der vom Kaiser Karl V. Adelstitel erhielt. Diese frühe Geschichte zeigt die wechselvolle Eigentümerschaft und wachsende Bedeutung der Anlage im Laufe der Jahrhunderte.
Der Name des Schlosses bezieht sich auf die Familie Blumenthal, die es seit dem 16. Jahrhundert geprägt hat. Das Gebäude zeigt in seinen Portalen und großen Fenstern die Handschrift verschiedener Epochen, die Besucher beim Spaziergang um die Anlage entdecken können.
Haus Blumenthal liegt am Ortseingang von Brachelen an der Straße von Hilfarth her, sodass man es eher von der Straße aus betrachtet als besichtigt. Der erhaltene Nordwestteil des Herrenhauses und der Saalbau an der Nordostecke sind von außen ablesbar; es handelt sich um einen Ruinenrest, nicht um ein Museum.
Der Saalbau von 1658 hat deutlich höhere Geschosse als das daneben liegende ältere Herrenhaus. Sein kleines korbbogiges Portal trägt einen giebelförmigen Aufsatz, und jedes große Fenster mit Hausteingewände ist mit einem Flachgiebel bekrönt, an dessen Spitze ein Pinienzapfen sitzt.
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