Haus Esselt, Ehemaliges Herrenhaus in Hünxe, Deutschland
Haus Esselt ist ein ehemaliges Rittergut in Drevenack, nördlich von Hünxe, bestehend aus einem schlichten zweigeschossigen barocken Herrenhaus und südlich davon gelegenen ehemaligen Wirtschaftsgebäuden. Das Herrenhaus erhebt sich auf rechteckigem Grundriss mit pfannengedecktem Walmdach, einem 1988 erneuerten hölzernen Dachreiter mit Glocke, grau geschlämmtem Backsteinmauerwerk und rechteckigen Sprossenfenstern in vier und fünf Achsen. Die frühere Grabenanlage ist nicht mehr vorhanden; Reste sind südlich des Hauses erhalten.
Das Anwesen wurde erstmals 1330 urkundlich erwähnt. Um 1381 gehörte es Henrick Snackard; 1449 war Johann von der Capellen, Lehnsmann der Klever Herzogin Katharina, Eigentümer. 1482 wurde Esselt als freiadeliges Gut der Brüder Johann und Jakob von der Capellen erwähnt, und schon 1491 war es durch ein umlaufendes Grabensystem gesichert. Die Familie von der Capellen blieb bis ins frühe 18. Jahrhundert Eigentümerin.
Das Haus wird seit 1968 als Otto-Pankok-Museum genutzt, wo Werke des Künstlers in einer ehemaligen Scheune ausgestellt werden. Die Sammlung zeigt die verschiedenen Schaffensperioden des Künstlers und verbindet so die Geschichte des Anwesens mit seiner künstlerischen Bedeutung.
Haus Esselt liegt im Landschaftsschutzgebiet Hohe Mark und ist an verschiedene Rad- und Wanderrouten angeschlossen; es zählt zu den Naturparkhäusern. Führungen durch das Museum, das Herrenhaus und die Gartenanlage sind möglich, erkundigen Sie sich vor der Anreise. Seit Herbst 2016 wird das Herrenhaus saniert, veranschlagt sind rund 4,5 Millionen Euro, daher können Teile geschlossen sein.
Der Name des Anwesens leitet sich wohl von der Issel ab, die früher die Gräfte speiste; die Grabenanlage ist verschwunden, doch südlich des Herrenhauses sind Reste erhalten. Der Barockbau wurde vermutlich von Christoph von Loeben errichtet, der das Gut 1709 kaufte.
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