Kapelle St. Reinoldi, Mittelalterliche Kapelle in Rupelrath, Solingen, Deutschland
Die Kapelle St. Reinoldi ist ein Kirchengebäude aus Stein mit einem einfachen Grundriss, das aus einem Hauptschiff, einem Chor und einer Apsis besteht. Der charakteristische Glockenturm auf der Portalseite ist mit Schieferplatten gedeckt und prägt das Erscheinungsbild des Bauwerks.
Wann die Kapelle errichtet wurde, ist unbekannt; die Apsis stammt aus der Zeit um 1400 und gilt als zweitältestes erhaltenes Gebäude Solingens, der Chorraum wurde Ende des 15. Jahrhunderts angebaut. 1718 erfolgte ein Umbau, bei dem einige Mauerreste des alten Gebäudes wiederverwendet, die Portalseite aber vollständig neu aufgeführt wurde. Nach dem Religionsvergleich in Kleve 1672 kam sie an die evangelische Gemeinde.
Der Name der Kapelle erinnert an den heiligen Reinoldus, der auch als Pestheiliger angerufen wurde; eine Sage verbindet ihre Errichtung mit den Bauleuten des Kölner Doms. Im Innern wurden Wandmalereien von um 1500, wohl aus einer Kölner Werkstatt, spätestens 1718 übertüncht und 1951 freigelegt; sie zeigen das Jüngste Gericht, die Heilige Barbara und die Heilige Katharina mit Schwert.
Der Zugang zur Kapelle ist normalerweise möglich, aber die Öffnungszeiten können eingeschränkt sein, daher ist es sinnvoll, vorher zu prüfen. Die unmittelbare Umgebung mit dem Friedhof lädt zu einem ruhigen Besuch ein, bei dem man auch die älteren Grabsteine betrachten kann.
Auf dem Friedhofsgelände steht eine ausrangierte Kirchenglocke, und ein Doppelstein mit den Jahreszahlen 1708 und 1719 zeigt die Hausmarke der Familie Dickes. Der älteste Stein von 1702 gehört zum Friedhof rund um die Kapelle, nicht zum Gebäude selbst.
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