Heilige-Familie-Kirche, Neugotische Pfarrkirche in Lichterfelde, Deutschland.
Die Heilige-Familie-Kirche ist ein Gotteshaus im neugotischen Stil, das aus roten handgestrichenen Ziegeln gebaut wurde und sich durch seine klare Struktur auszeichnet. Das Innere zeigt ein Mittelschiff mit zwei schmalen Seitenschiffen, durchflutet von Licht durch spitzbogige Fenster, während ein Glockenturm die Silhouette dominiert.
Der Bau begann 1902 nach Plänen des Architekten Christoph Hehl und die Kirche wurde zwei Jahre später eingeweiht. Das Projekt entstand als Antwort auf das Bevölkerungswachstum in dem schnell expandierenden Stadtteil.
Die Kirche wurde von Gläubigen aus Schlesien, Galizien und Polen geprägt, die sich in dem protestantisch geprägten Viertel niederließen. Diese Gemeinschaften haben das Gemeindeleben bis heute geprägt und die Kirche zu ihrem sozialen Mittelpunkt gemacht.
Die Kirche ist leicht zu betreten und das Innere ermöglicht einen guten Überblick über die Architektur. Beim Besuch sollte man auf die Beleuchtung achten, da die Lichteinfall durch die Fenster je nach Tageszeit unterschiedlich wirkt.
Das Gebäude lehnt sich an die Architektur der Zisterzienserabtei Lehnin an, einer früheren Klosteranlage südlich Berlins. Diese historische Referenz macht die Kirche zu einem sichtbaren Beispiel dafür, wie neue Gemeinden alte regionale Bautraditionen bewahrten.
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