Liebfrauenkirche, Gotische Kirche in Schotten, Deutschland.
Die Liebfrauenkirche ist eine gotische Hallenkirche mit drei Schiffen, vier Jochen und einem Ostbereich, der von einem hohen Vierungsturm geprägt wird. Der Innenraum wird durch diese Architektur strukturiert und schafft eine vertikale Wirkung, die den Blick nach oben lenkt.
Der Bau dieser Kirche begann 1350 durch die Stiftung der Gräfin Lukarde von Eppenstein und des Grafen Konrad von Trimberg, woraufhin sie päpstliche Anerkennung von Avignon erhielt. Diese Gründung durch hochrangige Unterstützer machte sie zu einem bedeutsamen Ort im mittelalterlichen Glaubensleben der Region.
Der Marienaltar zeigt 16 gemalte Szenen aus dem Leben Marias und Jesu, die um 1385 entstanden sind und in ihrer Farbintensität beeindruckend erhalten blieben. Die Darstellungen prägen das Innere des Kirchenraums und erzählen biblische Geschichten auf eine Weise, die für Besucher unmittelbar zugänglich ist.
Beim Besuch sollte man sich Zeit nehmen, um die Details des Altars in Ruhe zu betrachten, da die feinen Malereien eine genaue Betrachtung verdienen. Der Innenraum bietet verschiedene Blickwinkel, die es wert sind, von unterschiedlichen Positionen aus erkundet zu werden.
Die Farben der Altargemälde haben ihre Intensität über Jahrhunderte hinweg bewahrt, weil bei ihrer Herstellung Mineralpigmente wie Lapislazuli, Azurit, Malachit und Zinnober verwendet wurden. Diese besonderen Materialien machten die Werke außergewöhnlich beständig und ermöglichen es heutigen Besuchern, die ursprüngliche Leuchtkraft zu erleben.
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