Henneburg, Mittelalterliche Burgruine in Stadtprozelten, Deutschland.
Henneburg ist eine Burggruine auf einem Hügel bei Stadtprozelten, die aus Steinmauern und Grundmauern besteht. Die Anlage zeigt typische Merkmale einer mittelalterlichen Wehranlage mit ihrer erhöhten Lage zur Überwachung des Maintals.
Timo de Bratselde, ab 1127 Vogt des Stifts St. Peter und Alexander zu Aschaffenburg, gilt als Gründer des Burgbezirks und Auftraggeber eines Vorläuferbaus der Burg Prozelten, wie die Henneburg zunächst hieß. Romanische Mauerreste des 12. Jahrhunderts finden sich im großen Bergfried und im östlichen Palas. Um 1320 gab Elisabeth von Wertheim den gesamten Besitz an den Deutschen Orden, der ihn 150 Jahre hielt und den großen gotischen Umbau vornahm. 1484 tauschte der Orden die Burg mit Mainz gegen Scheuerberg und Neckarsulm.
Die Ruine war über Jahrhunderte ein Zeichen der Macht lokaler Adelsfamilien und prägte das Bild der Gegend nachhaltig. Heute erinnert sie Besucher daran, wie wichtig solche Burgen für die Organisation und Kontrolle der Region waren.
Die Ruine ist über Wanderwege vom Stadtzentrum Stadtprozelten erreichbar, die Hinweisschilder tragen Informationen zum Gelände. Besucher sollten an festes Schuhwerk denken, da der Aufstieg steil ist und die Wege uneben sein können.
Der Name Henneburg geht vermutlich auf Georg von Henneberg zurück, den letzten Komtur des Deutschen Ordens in Prozelten vor dem Tausch mit Mainz 1484. Ursprünglich hieß die Anlage Burg Prozelten. Schon 1493 belegen Mainzer Rechnungen Ausbesserungen an baufälligen Gebäuden.
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