Hexenturm, Mittelalterlicher Wehrturm in Rüthen, Deutschland
Der Rüthener Hexenturm ist ein Wehrturm in Rüthen, Nordrhein-Westfalen, mit gotischen Merkmalen wie dicken Steinmauern und Schießscharten. Das Bauwerk erhebt sich über mehrere Geschosse und zeigt die typische halbrunde Form von Befestigungsanlagen des Mittelalters.
Der Turm wurde um 1300 als Teil der Stadtbefestigung Rüthens erbaut. Im 17. Jahrhundert kam es dann zu einer grausamen Umwandlung des Bauwerks, das als Gefängnis während der regionalen Hexenverfolgungen genutzt wurde.
Der Turm bewahrt die Geschichte von über 100 Menschen aus Rüthen, die während der Hexenverfolgungen leiden mussten. Die Ausstellung zeigt persönliche Details über ihr Leben und ihre Schicksale auf anschauliche Weise.
Einzel- und Gruppenführungen durch den Turm und die Hexenausstellung sind über das Stadtarchiv Rüthen buchbar. Die Ausstellung wurde vom Kulturring Rüthen mit Unterstützung der NRW-Stiftung erarbeitet.
In der Ausstellung steht ein Becher, weil die Inquisition den Angeklagten bei der Folter bei Bewusstsein hielt und ihm bei drohender Ohnmacht ein stärkendes Getränk reichte. Sie dokumentiert auch Einzelschicksale wie Grete Eickhoff, die 1659, vier Jahre nach ihrer Mutter, geköpft und verbrannt wurde. Ein Bronzerelief von Bert Gerresheim erinnert an Friedrich Spee von Langenfeld und Michael Stappert.
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