Helenenstraße, Bordellstraße in Bremen
Die Helenenstraße ist eine Sackgasse im Stadtteil Östliche Vorstadt in Bremen, die Gebäude aus der Gründerzeit mit Backsteinarchitektur aufweist. Die Straße verläuft ruhig und wird hauptsächlich von Fußgängern genutzt, während alte Fassaden das historische Erscheinungsbild prägen.
Die Straße wurde 1878 angelegt, nachdem ein Bauherr die Genehmigung erhalten hatte, endet aber als Sackgasse, da Nachbargrundstücke nicht verkauft wurden. Kurz nach ihrer Entstehung wurde sie als geregelter Bereich für Sexarbeit ausgewiesen, was zu heftigen Protesten führte und die Stadt später auch versuchte zu beenden.
Die Helenenstraße hat ihren Namen aus der Gründungszeit des Viertels und ist heute ein Ort, an dem verschiedene Lebenswelten nebeneinander existieren. Man sieht hier Arbeiterinnen an den Fenstern, aber auch junge Menschen, die in normalen Wohnungen leben, was zeigt, wie sich die Nutzung der Straße im Lauf der Zeit gewandelt hat.
Die Straße ist leicht zu Fuß zu betreten und zu erkunden, da sie autofreie oder autoarme Bereiche hat und übersichtlich angelegt ist. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist tagsüber, wenn Sie die Architektur und das alltägliche Leben in der Straße ruhig beobachten können.
Die Helenenstraße war die erste Straße im Deutschen Kaiserreich, auf der Prostitution staatlich geregelt wurde, und wurde sogar als Vorbild auf internationalen Gesundheitsmessen ausgestellt. Die Kontrolle sollte Krankheiten bekämpfen und Ordnung wahren, indem Prostituierte registriert und zur Einhaltung strenger Regeln verpflichtet wurden.
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