Herrenhaus Dannenwalde, Herrenhaus in Dannenwalde, Brandenburg, Deutschland.
Das Herrenhaus Dannenwalde ist ein zweigeschossiges Corps de Logis mit zwei eingeschossigen Seitenflügeln, die einen Ehrenhof bilden, in Dannenwalde, einem Ortsteil von Gransee. Die neunachsige Fassade hat einen Mittelrisalit mit einem Säulenportal, das die Inschrift Non dormit qui me custodit trägt, und einen kleinen Balkon über der Tür. Die Seitenflügel dienen als Wohnungen, während das Hauptgebäude noch auf seine Innensanierung wartet.
Die Familie von Waldow übernahm das Gut 1692 und prägten es über Generationen hinweg. Während des 18. Jahrhunderts erfolgten Umbauten im Rokokostil, bevor die Familie das Anwesen 1945 aufgeben musste.
Die neogotische Kapelle gegenüber dem Haupteingang stammt von 1821 und liegt auf der Achse des Herrenhauses. Sie birgt die Grabstätten der Familie von Waldow, der Dannenwalde bis zur Enteignung 1945 gehörte. Die „Kirche am Weg“ ist inzwischen saniert und dient Radwanderern auf dem Radweg Berlin–Kopenhagen als Einkehr.
Das Gut liegt außerhalb von Gransee und ist mit dem Auto gut erreichbar, während die Wege rund um das Gelände zu Fuß erforscht werden können. Die Restaurationsarbeiten am Hauptgebäude finden noch statt, daher kann der Zugang zu bestimmten Bereichen eingeschränkt sein.
Das Anwesen diente 1941 als Drehort für den Film 'Der Weg ins Freie' und spielte damit eine Rolle in der deutschen Filmgeschichte. Nach dem Krieg wurde es als Schulgebäude genutzt, was seine Umwandlung vom privaten Herrensitz zum öffentlichen Ort dokumentiert.
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