Hohmichele, Eisenzeitlicher Grabhügel in Altheim, Deutschland
Der Hohmichele ist ein Grabhügel aus der Eisenzeit in der Nähe von Altheim mit etwa 85 Metern Durchmesser und einer Höhe von rund 13 Metern. Das Innere enthält mehrere Bestattungskammern, wobei die zentrale Kammer aus Eichenholz bestand und verschiedene archäologische Funde barg.
Der Grabhügel entstand in der frühen Eisenzeit, etwa im 7. und 6. Jahrhundert vor Christus, als Begräbnisort für mehrere Angehörige der lokalen Oberschicht. Wissenschaftler entdeckten bei Ausgrabungen ab 1936 insgesamt 13 Bestattungen mit reichlichen Beigaben, die die Bedeutung dieser Personen belegen.
Der Grabhügel zeigt, wie Angehörige der Oberschicht in der frühen Eisenzeit ihre Toten mit wertvollen Beigaben bestatteten. Die Funde, darunter Pferdegeschirr und Glasperlen, verdeutlichen den Wohlstand und die Fernhandelskontakte dieser Bevölkerung.
Der restaurierte Grabhügel liegt in einer Waldlichtung etwa 3,5 Kilometer westlich der Heuneburg und ist zu Fuß gut erreichbar. Informationstafeln vor Ort erklären die archäologische Bedeutung und helfen Besuchern, die Struktur des Hügels zu verstehen.
Im Inneren des Grabhügels wurden mehr als zwanzig Feuerplätze entdeckt, die auf zeremonielle Handlungen während der Beerdigungspraktiken hindeuten. Diese ungewöhnliche Ansammlung von Feuerstellen lässt vermuten, dass die Bestattung selbst ein mehrteiliges Ritual war.
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