Kölsches Heck, Mittelalterliche Schutzanlage in der Regierungsbezirk Arnsberg, Deutschland.
Das Kölsches Heck ist ein Wehrsystem aus Gräben, Wällen und dichten Heckenreihen aus jungen Hainbuchenbäumen, das eine alte Grenzlinie bildet. Diese Struktur erstreckt sich über mehrere Kilometer und hat unterschiedliche Höhenlagen, wobei dokumentierte Vermessungspunkte die Verlaufsstrecke markieren.
Die Anlage wurde in der Mitte des 15. Jahrhunderts vom Grafen von Nassau-Oranien gebaut, als Reaktion auf die Soester Fehde von 1444 bis 1449. Nach diesem Konflikt blieb das Wehrsystem Jahrhunderte lang bestehen und prägte die Landschaftsgrenzen dieser Region.
Der Name bezieht sich auf die Grenze zwischen Köln und Nassau, die hier verlief. Heute können Besucher diese Bedeutung in der Landschaft selbst nachvollziehen, wo die Grenze noch immer sichtbar ist.
Der Ort ist leicht zugänglich, und Wanderer können dem Wehrsystem auf markierten oder lokalen Wegen folgen. Es ist ratsam, feste Schuhe zu tragen und auf die unebenen Geländeformen sowie dichter Bewuchs zu achten.
An der höchsten Stelle des Systems steht ein historischer Grenzstein auf etwa 625 Metern Höhe. Diese Markierung zeigt den Ort, wo sich Wasserscheiden verändern und zwei verschiedene Flusseinzugsgebiete beginnen.
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