Kirschgarten, Mittelalterlicher Platz in Mainz, Deutschland
Der Kirschgarten ist ein Platz im Herzen von Mainz, der von zwei- bis vierstöckigen Fachwerkhäusern mit geschnitzten Holzdetails gesäumt wird. In der Mitte steht ein Sandsteinbrunnen, der von einer Madonnenfigur gekrönt wird.
Der Platz entstand im 13. Jahrhundert im Rahmen der Nova-Civitas-Stadterweiterung als Teil des Immunitätsbezirks des Mainzer Domkapitels. Die Gebäude wurden im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut, und ihre Fassaden spiegeln Bauphasen vom 15. bis zum 18. Jahrhundert wider.
Die hölzernen Fassaden rund um den Kirschgarten tragen noch heute sichtbare Handwerkssymbole, darunter das Bäckerinnungszeichen am Haus Nummer 19. Wer durch den Platz geht, bemerkt, wie die unterschiedlichen Verzierungen von Haus zu Haus variieren und die verschiedenen Zünfte widerspiegeln, die hier einst tätig waren.
Der Platz liegt zu Fuß vom Mainzer Stadtzentrum aus gut erreichbar, und mehrere Buslinien halten in der Nähe. Da der Ort jederzeit frei zugänglich ist, lässt er sich problemlos in einen Spaziergang durch die Altstadt einbauen.
Das Haus Zum Beimburg an der Nummer 19 hat drei Fassaden statt der üblichen einen, da es im Laufe der Zeit mit benachbarten Gebäuden zusammengewachsen ist. Es trägt außerdem das Bäckerinnungszeichen von 1657, das an die handwerkliche Vergangenheit des Hauses erinnert.
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