Niederrheinischer Höhenzug, Glaziale Formation in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.
Die Niederrheinischen Höhen sind ein System glazialer Stauchmoränenrücken in Nordrhein-Westfalen, das sich in einem Bogen von Krefeld bis Nijmegen durch die flache Tiefebene zieht. Die Rücken liegen zwischen dem Rhein- und dem Nierstal und erheben sich bis auf etwa 106 Meter über die umgebende Landschaft.
Die Höhenrücken entstanden während der Saale-Eiszeit, als Gletscher aus dem Nordosten vordrangen und Moränenmaterial aufschoben. Diese Bewegungen formten das Geländeprofil, das bis heute sichtbar ist.
Die Höhenzüge prägen bis heute das Bild der Region: Auf den Hängen finden sich alte Obstgärten und vereinzelte Weinberge, die man beim Wandern entdecken kann. Viele Dörfer entlang der Hänge haben sich ihre bäuerliche Struktur bewahrt, was dem Gebiet seinen besonderen Charakter gibt.
Das Gebiet ist durch ein Netz markierter Wanderwege erschlossen, die zu den Gipfeln und durch die umliegende Landschaft führen. Die Hänge sind sanft, weshalb das Gelände sowohl für kurze Spaziergänge als auch für längere Touren geeignet ist.
Zwischen Nijmegen und Kleve, besonders bei Groesbeek und Kranenburg, hinterließen die Gletscher ein W-förmiges Muster aus Rücken und Mulden. Wer die Landschaft zu Fuß erkundet, kann dieses ungewöhnliche Muster in der Abfolge von Anhöhen und Senken noch heute ablesen.
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