Schloss Lichtenburg, Renaissanceschloss in Prettin, Deutschland
Die Lichtenburg ist ein Renaissanceschloss in der Kleinstadt Annaburg, im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt. Das Gebäude erhebt sich auf einer Anhöhe und gliedert sich in mehrere Trakte, die um Innenhöfe angeordnet sind, mit repräsentativen Fassaden aus Sandstein.
Der Standort geht auf ein Antoniter-Kloster aus dem 14. Jahrhundert zurück, das im 16. Jahrhundert auf Befehl von Kurfürst August I. von Sachsen abgerissen und zu einer fürstlichen Residenz umgebaut wurde. Dieser Umbau machte die Lichtenburg zu einem der wichtigsten Sitze der sächsischen Herrschaft in der Region.
Die Lichtenburg war über Generationen ein Wohnsitz sächsischer Kurfürstinnen, die dem Gebäude ihren Stempel aufdrückten. Wer durch die Räume geht, spürt noch heute, wie repräsentatives Leben am Hofe ausgesehen haben mag.
Der Komplex beherbergt heute ein Regionalmuseum, das Sammlungen aus verschiedenen Epochen zeigt, weshalb ein ausgedehnter Besuch empfehlenswert ist. Das Gelände liegt auf einer kleinen Anhöhe am Rande von Annaburg und ist vom Ortszentrum aus zu Fuß gut erreichbar.
Von 1933 bis 1939 diente die Lichtenburg als Konzentrationslager, zunächst für Männer und ab 1937 ausschließlich für Frauen. Es war damit eines der wenigen frühen Frauenlager im nationalsozialistischen Deutschland.
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