Augustinerchorfrauenstift Weißenstein, zeitweise Doppelstift, Mittelalterliches Kloster an den Hängen des Habichtswalds in Kassel, Deutschland.
Das Augustinerchorfrauenstift Weißenstein ist ein Kloster, das auf weißen Kalksteinfelsen oberhalb des Dorfes Wahlershausen errichtet wurde und mittelalterliche Bauformen aufweist. Die Anlage umfasst Gebäude aus verschiedenen Epochen, die die lange Geschichte des Stiftes widerspiegeln.
Das Stift wurde um 1137 als Stiftung für Chorherren gegründet und wandelte sich bis 1184 in einen Doppelstift um, bevor es 1193 reine Nonnengemeinschaft wurde. Nach der Einführung der Reformation in Hessen 1526 stellte das Kloster seine Tätigkeit ein.
Das Stift war in der Region bekannt für seine Verbindung zum Mainzer Erzbistum und genoss besonderen Schutz durch die Verehrung des heiligen Martin. Die Mönche und Nonnen prägten das religiöse Leben der umliegenden Gemeinden durch ihre täglichen Gebete und liturgischen Feiern.
Das Gelände befindet sich auf erhöhter Lage mit Kalksteinformationen, die eine natürliche Orientierungshilfe bieten. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da die Wege auf dem Hang uneben sein können.
Die Nonnen verließen das Stift nach der Reformation und siedelten sich in anderen religiösen Einrichtungen an, wodurch die Gemeinschaft zerstreut wurde. Das Gelände wurde später zu einem Jagdschloss der Landgrafen und bildet den Ursprungsort des heutigen Schlosses Wilhelmshöhe.
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