Kreis Wittgenstein, Verwaltungsbezirk in der Region Arnsberg, Deutschland.
Der Wittgensteiner Kreis ist ein Verwaltungsbezirk im Südosten von Nordrhein-Westfalen, der an das Sauerland angrenzt und vor allem durch seine bewaldeten Hügel und engen Flusstäler geprägt ist. Bad Berleburg ist der Verwaltungssitz des Kreises und liegt inmitten einer überwiegend ländlichen Landschaft mit verstreuten Dörfern und Wäldern.
Der Wittgensteiner Kreis wurde 1816 im Rahmen der preußischen Verwaltungsreformen eingerichtet, wobei Bad Berleburg als Kreisstadt festgelegt wurde. Die Region war zuvor jahrhundertelang unter der Herrschaft der Grafen von Sayn-Wittgenstein, einem mächtigen Adelsgeschlecht, das die lokale Entwicklung stark beeinflusst hat.
Das Wittgensteiner Land ist nach dem alten Grafengeschlecht der Wittgensteiner benannt, das die Region über Jahrhunderte geprägt hat. In den kleinen Dörfern des Bezirks finden jährlich Volksfeste statt, bei denen Trachten, Volksmusik und regionale Küche noch heute lebendig sind.
Das Gebiet lässt sich am besten mit einem eigenen Fahrzeug erkunden, da die Dörfer weit verstreut sind und der öffentliche Nahverkehr begrenzt ist. Für Wanderungen empfiehlt es sich, festes Schuhwerk mitzubringen, da viele Wege durch feuchte Waldgebiete und unebenes Gelände führen.
Der Wittgensteiner Kreis war im 17. und 18. Jahrhundert eines der wenigen Gebiete in Deutschland, in dem verschiedene protestantische Glaubensrichtungen gleichzeitig geduldet wurden, was eine ungewöhnliche religiöse Vielfalt für die damalige Zeit schuf. Dieses Nebeneinander zog Glaubensflüchtlinge aus anderen Teilen Europas an und prägte die Bevölkerungsstruktur der Region nachhaltig.
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