Koppenplatz, Gedenkplatz in Berlin-Mitte, Deutschland.
Der Koppenplatz in Berlin-Mitte ist ein Gedenkplatz mit einer Bronzeinstallation, die alltägliche Möbelstücke wie Stühle und einen Tisch zeigt, der mit Streichhölzern und einer Zigarette bestückt ist. Der Platz liegt auf unebenem Terrain, das von zwei unter der Oberfläche verborgenen Kriegsbunkern aus dem Zweiten Weltkrieg herrührt.
Der Platz wurde nach Christian Koppe benannt, der 1704 einen Friedhof für arme Bürger anlegte. Der Ort wurde 1927 von Erwin Barth in einen öffentlichen Park umgewandelt.
Die Bronzeinstallation 'Das verlassene Zimmer' von Karl Biedermann und Eva Butzmann zeigt Gedichte von Nelly Sachs und erinnert an die jüdischen Bewohner des Scheunenviertels, die deportiert wurden. Die Kunstwerke erzählen durch ihre Anordnung von einem abrupt unterbrochenen Leben.
Der Platz ist leicht zu erreichen und liegt in einem belebten Viertel mit nahegelegenen Restaurants und Geschäften. Die beste Zeit für einen Besuch ist am Nachmittag, wenn das Licht die Bronzeinstallationen besser beleuchtet.
Die Installation wurde bewusst mit Alltagsgegenständen aus Metall geschaffen, um die plötzliche Abwesenheit der deportierten jüdischen Bewohner darzustellen. Diese Wahl von gewöhnlichen Objekten macht das historische Trauma greifbar und persönlich für Besucher.
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