Lasch-Bunker, Militärbunkerkomplex in Kaliningrad, Russland.
Der Lasch-Bunker ist eine unterirdische Anlage mit rund 20 Räumen, die sich unter den Resten des ehemaligen Königsberger Schlosses befinden. Die Kammern gruppieren sich entlang eines zentralen Korridors in dieser Tiefgarage aus Kriegszeiten.
Die Festung wurde gegen Ende des Zweiten Weltkriegs von General Otto Lasch als Befehlszentrale genutzt, der von hier aus die Stadt verteidigte. Die Belagerung durch sowjetische Truppen führte schließlich zur Kapitulation Königsbergs.
Der Bunker war Kommandozentrale für die Verteidigung der Stadt und zeigt heute, wie Militärangehörige während der Belagerung ihren Alltag hier unten organisierten. Die ausgestellten persönlichen Gegenstände und Uniformen vermitteln einen Eindruck von den Menschen, die in diesen engen Räumen zusammenarbeiteten.
Der Bunker befindet sich unter den Straßen der Stadt und ist über Eingänge in der Nähe des ehemaligen Schlosses zugänglich. Besucher sollten mit engen Gängen und niedriger Deckenhöhe rechnen, daher ist bequemes Schuhwerk und ein gewisses Maß an Raumsicherheit ratsam.
Unter der Erde können Besucher originale sowjetische Graffiti und Inschriften sehen, die von Soldaten hinterlassen wurden, die nach der Kapitulation das Gelände besetzten. Diese Markierungen erzählen von den ersten Tagen der sowjetischen Besatzung und bilden eine unerwartete Schicht der Geschichte des Ortes.
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