Laubenganghäuser Dulsberg, Wohnarchitekturensemble in Dulsberg, Hamburg
Die Laubenganghäuser Dulsberg sind ein vierstöckiger Wohnkomplex mit überdachten Laubengängen, die zwischen der Elsässer- und Diedenhofer Straße Wohnungen und Gemeinschaftsräume verbinden. Die Gebäudegruppe bildet eine zusammenhängende Struktur, bei der die Außenflure als zentrale Verbindungselemente zwischen einzelnen Wohneinheiten und gemeinschaftlich genutzten Bereichen fungieren.
Die Anlage wurde von den Architekten Hermann und Paul Frank zwischen 1927 und 1930 entworfen und bebauten einen Teil des Dulsberg in dieser Periode. Die Bauarbeiten kamen jedoch durch die Weltwirtschaftskrise zum Stillstand, wodurch das Projekt unvollendet blieb.
Die Anlage zeigt Bronzeplastiken des Künstlers Ludolf Albrecht an den Fassaden und verkörpert das Konzept der Gemeinschaftswohnungen aus der frühen Moderne. Besucher können heute noch die Strukturen der Nachbarschaftsräume und gemeinsamen Bereiche sehen, die damals das Zusammenleben der Bewohner prägen sollten.
Der Komplex liegt zwischen zwei Straßen und ist zu Fuß gut zu erreichen, wobei die überdachten Gänge auch bei schlechtem Wetter Schutz bieten. Es ist ratsam, Zeit zum Beobachten der Wohnstrukturen und gemeinsamen Bereiche einzuplanen, um die Raumanordnung vollständig zu verstehen.
Jede Wohnung war mit Müllschächten, zentraler Heizung und Dachterrassen ausgestattet, die zur Zeit ihrer Fertigstellung technisch fortgeschrittene Merkmale darstellten. Diese Einrichtungen zeigen, wie modern der Bauherr beim Design von Komfort und Hygiene für einfache Arbeiterfamilien dachte.
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