Kühkopf-Knoblochsaue, Naturschutzgebiet in Riedstadt, Deutschland
Der Kühkopf-Knoblochsaue ist ein Naturschutzgebiet entlang des Rheins mit Auenwäldern, Feuchtgebieten, Wiesen und alten Flussarmen auf etwa 2440 Hektar. Die Landschaft zeigt verschiedene Pflanzengemeinschaften und bietet Lebensraum für spezialisierte Arten der Flusslandschaft.
Die Verkürzung des Rheinlaufs 1829 verwandelte dieses ehemalige Halb-Halbinsel in eine Insel und schuf eine neue Flussbahn mit einer alten Rheinschleife. Seitdem hat sich die Landschaft durch natürliche Flussprocesse und zeitweise Überflutung geprägt.
Das Bildungszentrum im Hofgut Guntershausen zeigt Ausstellungen zur lokalen Natur und bietet Führungen durch die Flussaue an. Besucher können hier mehr über die Pflanzen- und Tierwelt des Gebiets erfahren und verstehen, wie Flusslandschaften funktionieren.
Das Gebiet verfügt über ein Netz von Wanderwegen mit 14 Informationssäulen, die QR-Codes für digitale Inhalte bieten. Die beste Zeit zum Erkunden ist im Frühling und Herbst, wenn die Wasserstände ausreichend sind, aber die Wege noch zugänglich bleiben.
Schwarzmilane jagen regelmässig über den Wiesen des Gebiets und sind ein typisches Zeichen für die gesunde Vogelwelt dort. Seltene Pflanzenarten nutzen die wechselnd feuchten Bedingungen, um in Bereichen zu gedeihen, die in anderen Regionen nicht vorkommen.
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