Neuenburger Urwald, Naturschutzgebiet in Friesland, Deutschland
Der Neuenburger Urwald ist ein Naturschutzgebiet im friesischen Flachland mit alten Eichen, deren Alter teilweise 600 Jahre überschreitet, die in dichtem Wald zusammen mit anderen Baumarten wachsen. Das Gebiet umfasst rund 48 Hektar und zeigt verschiedene Waldtypen nebeneinander: Buchen-Eichen-Wälder, Waldgersten-Buchenwälder und Eichen-Hainbuchen-Wälder.
Der Wald wurde um 1850 aus der wirtschaftlichen Nutzung genommen und erhielt 1880 den Status eines Naturdenkmals. Dieser Wandel markierte das Ende der intensiven Waldwirtschaft und den Übergang zu einem Schutzbereich.
Der Wald ist Heimat für seltene Vogelarten und bietet im Wechsel der Jahreszeiten unterschiedliche Bilder von Licht und Schatten zwischen den alten Bäumen. Besucher können beim Spaziergang die Vielfalt der Waldtypen unmittelbar erleben, vom dichten Buchen- zum Eichenwald.
Das Gebiet ist durch zwei Eingänge mit Parkplätzen zugänglich und besitzt etwa 15 Kilometer markierte Wanderwege, die sich durch den Wald erstrecken. Eine Jagdhütte dient unterwegs als Ruhepunkt und Orientierungspunkt für Besucher.
Der Untergrund besteht aus Tonschichten aus der Elster-Eiszeit, die bis zu 30 Meter tief reichen und in Norddeutschland als Lauenburger Ton bekannt sind. Diese alte geologische Schicht prägt die Wasserführung und damit das Pflanzenleben im Wald.
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